Buchempfehlungen

Die Daten, die ich rief; Wie wir unsere Freiheit an Großkonzerne verkaufen; Nocun, Katharina

 

Aktuell zum Facebook-Datenskandal: Wissen Konzerne alles über uns und sind wir wirklich so berechenbar?

 

Katharina Nocun zu ihrem Buch: » Gleich im Vorwort geht es um eine Geschichte, die mich doch nachhaltig schockiert hat. Als ich mich nach einem Besuch in einem großen Berliner Spa Tempel in der Umkleide anzog, fiel mir eine Kamera an der Decke auf. „Das darf doch nicht wahr sein!“, dachte ich.
Für mich war dieses Erlebnis ein guter Grund sich zu fragen: „Gibt es da noch mehr, das ich wissen müsste?“ An welchen Stellen werden wir noch durchleuchtet? Und welche Auswirkungen haben diese Datensammlungen ganz konkret für uns?
In einer Sauna gelten die gleichen Regeln für alle. Jeder ist nackt. Beim gefühlten Nacktheitsgrad zwischen Nutzern und Konzernen ist das anders. Online geht es zwischen uns und Unternehmen keineswegs zu wie in der Sauna. Es ist eher so, als würden wir regelmäßig nackt zu einem Kundengespräch antreten müssen, bei dem uns unser vollständig bekleidetes Gegenüber mit prüfendem Blick taxieren darf. «

 

Wissen Konzerne alles über uns und sind wir wirklich so berechenbar?

 

Diese Frage kann Katharina Nocun mit einem klaren "Absolut!" beantworten. Denn wir lassen uns nur allzu gern Bücher, Reisen und potenzielle Partner vom Internet empfehlen. Großkonzerne wie Google und Facebook nutzen unsere Daten, um Millionen-Umsätze zu generieren. Banken, Firmen und Behörden nutzen Algorithmen, um unsere Zukunft vorherzusagen. Und Geheimdienste wetteifern darum, wer uns am effektivsten überwacht und durchleuchtet. Denn wer uns am besten kennt, kann uns manipulieren und uns das Geld aus der Tasche ziehen.

Katharina Nocun zeigt anhand vieler Beispiele, warum wir uns vor der Geldgier der Konzerne und dem Überwachungswahn staatlicher Behörden schützen müssen.

 

Autorenportrait: Katharina Nocun, Jahrgang 1986, ist Bürgerrechtlerin, Netzaktivistin und studierte Ökonomin. Sie leitet bundesweit Kampagnen zum Thema Datenschutz, Whistleblower und Bürgerrechte, u.a. für die Bürgerrechtsbewegung Campact e.V. und die Verbraucherzentrale Bundesverband. Nocun ist seit 2012 regelmäßig als Expertin für Datenschutz und digitale Demokratiebewegungen Gast in zahlreichen Fernsehformaten, wie Lanz und Maischberger. Sie veröffentlicht zum Thema Datenschutz regelmäßig Beiträge in zahlreichen Medien, darunter Handelsblatt, SZ, FAZ und Die Zeit.

 

» Mir war es vor allem wichtig ein Buch zu schreiben, das leicht verständlich ist und sich auch für Einsteiger eignet. Ein Buch, das ich an Freunde oder Familienmitglieder verschenken kann, die meinen, sie hätten „nichts zu verbergen“. « Katharina Nocun

 

Bastei Lübbe, Paperback, 347 Seiten, 18,00€

Die Menschheit schafft sich ab - Die Erde im Griff des Anthropozän; Lesch, Harald/Kamphausen, Klaus

 

Treffen sich zwei Planeten.
Der Eine: Oh, du siehst aber schlecht aus.
Der Andere: Ich habe Menschen!
Der Eine: Das geht vorbei.

 

Autorenportrait: Harald Lesch, geboren 1960 in Gießen, ist Professor für theoretische Astrophysik an der Universität München und lehrt Naturphilosophie an der Hochschule für Philosophie SJ. Er ist Autor zahlreicher Bestseller und moderiert im ZDF die Sendung „Leschs Kosmos“. Für seine Wissensvermittlung wurde er vielfach ausgezeichnet, unter anderem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Deutschen Physikalischen Gesellschaft.

 

Seit 4,5 Milliarden Jahren zieht die Erde ihre Bahn um die Sonne. Das Leben gesellte sich später dazu und seit rund 160.000 Jahren der aufrecht gehende Homo sapiens, der Mensch. Mit Ackerbau und Viehzucht, Rodungen und Bewässerung griff er rund um den Globus in die Natur ein vermehrte sich und besiedelte selbst entlegenste Gegenden.

Die Lebensbedingungen auf der Erde verändern sich. Viele Arten sterben aus - und auch der Lebensraum des Menschen ist zunehmend in Gefahr. Immer tiefere Spuren hinterlässt das Anthropozän, das Menschenzeitalter, in den letzten 2000 Jahren. Wissenschaft und Technik nehmen seit der Industrialisierung die Erde in den Griff. Sei es die Ausbeutung der Bodenschätze, Luft- und Wasserverschmutzung, die Klimaveränderung und Erderwärmung, Kernspaltung oder die Verschwendungssucht der Wohlstandgesellschaft – wir beuten unseren Planeten aus wie nie zuvor in der Geschichte der Menschheit. Energiehunger und globaler Konsum treiben einen zerstörerischen Kreislauf an.

Harald Lesch, Astrophysiker und Philosoph, ist aus den Weiten des Weltalls zurück. Es geht ihm jetzt um die Erde, die Heimat des Menschen, der in einer bisher nie gekannten Hybris den Ast, auf dem er sitzt, absägt.

 

» Alamierende Bestandsaufnahme" Taschenbuch Magazin, 13.02.2018

 

Droemer Knauer, kartoniert, 528 Seiten, 14,99€

Zeit der Ernte; James Lee Burke

Erschienen 1971; erstmals in deutscher Sprache 28.08.2017

 

»James Lee Burke, 1936 geb. in Louisiana wurde als einer der wenigen Autoren zweimal mit dem Edgar-Allan-Poe-Preis für den besten Kriminalroman der Jahres ausgezeichnet. Sein erster Hackberry Roman wurde im Original bereits 1971 veröffentlicht, erscheint angesichts der aktuellen politischen Geschehnisse in den USA aber erstaunlich aktuell. «

»Empfohlen von Crime: Das True-Crime-Magazin vom Stern«

Heyne, 384 Seiten, Paperback, 18,00€

 

Das folgende Nachwort zum Roman mußten wir einfach vollständig wiedergeben, da es uns sehr angesprochen hat; aber lesen Sie selbst!

 

Nachwort zur deutschen Ausgabe von James Lee Burke, Mai  2017

 

Ich begann diesen Roman 1969, fertig war er 1971.  Es ist der erste in einer ganzen Reihe von Romanen über die Holland-Familie. Erstaunlicherweise sind die Themen und der soziale Kontext dieses Buches heute noch immer so relevant wie damals, und die Probleme, denen sich der Protagonist Hackberry Holland stellt, sind auch unsere Probleme: Legale und illegale Immigration; die Ausbeutung der Armen; demagogische Politiker, die Angst schüren und Hass predigen, sowohl religiös als auch rassistisch motiviert; die Neo-Kolonialisten, die den Interessen der Rohstoffindustrien dienen und die Kriegstreiber, die für die Waffenunternehmen arbeiten ... sie alle sind noch da, entschlossen, gierig, ohne Scham oder Gewissen, gleichgültig angesichts des Leids, das sie über Unschuldige bringen.

 

In der Schlacht um den Changjin-Stausee und während seiner Zeit als Kriegsgefangener sah Hackberry Holland sowohl die tieften Abgründe als auch die hoffnungsvollsten Höhen der menschlichen Existenz. Wieder zu Hause, musste er erfahren, dass es Diktatoren verschiedenster Couleur gibt.

 

Die größte Lektion für Hackberry bestand jedoch in der Erkenntnis, dass ein Diktator seine Agenda erst dann erfolgreich umsetzen kann, wenn er mithilfe einiger grundlegender Manöver eine Wählerschaft rekrutiert hat: Zuerst erschafft er dazu einen Feind, den die Wählenden für ihre Unzufriedenheit verantwortlich machen können; anschließend schärft er ihnen ein, dass sie weder der Regierung noch den Medien trauen dürfen; und zum Schluss schürt er ihre Ängste und billigt den Angriff auf die schwächsten in ihrer Mitte.

 

In Zeit der Ernte geht es nicht um eine gesamtgesellschaftliche Antwort zu unseren Problemen. Ich hoffe jedoch, dass der Roman eine Lösung für das Individuum aufzuzeigen vermag. Manchmal ist das nämlich die einzige, die wir zu erlangen in der Lage sind. Hackberry ist ein mutiger Mann, der bei den Farmarbeitern, denen er zu helfen versucht, Demut lernt und seine Würde wiederfindet. Er lernt dort ebenfalls, dass er die Welt nicht verändern wird. Aber, was vielleicht noch wichtiger ist, er beschließt, dass diese Welt auch ihn nicht verändern wird.

 

Meiner Meinung nach finden alle Menschen, die guten Willens sind, die Antwort in sich selbst; in unseren Herzen, unserem Glauben, unserer Hingabe bei der bei der Erhaltung der Natur und unserer Liebe für unsere Mitmenschen. Wenn mit dem Alter tatsächlich die Weisheit kommt, dann ist sie an mir vorbeigerast. Die großen Rätsel sind für mich auch weiterhin ungelöst. So verstehe ich weder die Absichten noch das Wesen Gottes. Und ich verstehe auch nicht, warum gute Menschen leiden müssen. Und doch erfüllt mich ein großartiges Gefühl der Zuversicht, denn ich weiß, dass wohlmeinende Menschen aus allen Teilen der Welt sich die Hände reichen können, um den Kräften entgegenzutreten, die andernfalls die Erde und die Menschheit zugrunde richten würden. Unsere Stärke liegt in unserem gemeinsamen Wunsch, den guten Kampf zu kämpfen, den Kampf des Apostel Paulus und des fahrenden Ritters und den Kampf all derer, die an Gerechtigkeit glauben und die Schönheit der Natur erhalten wollen.

 

Und so leisten wir unseren Eid, geben niemals das Feld verloren, streichen niemals die Flagge. Wie der Erzähler im Buch Kohelet schon sagt: "Die Erde aber bleibt ewiglich." Sie wurde uns anvertraut, und wir werden sie uns nicht von Demagogen, Hetzern oder Scharlatanen nehmen lassen. Ich denke, dass ist ein ganz brauchbares Ethos, um es sich auf Schwert und Schild zu schreiben. Zumindest ist es das für mich.

Verlockung; Székely, János

Der Welterfolg des ungarischen Autors und das Lieblingsbuch vieler begeisterter Leser und Buchhändler neu aufgelegt. Die Geschichte des Bauernjungen Béla, der als Liftboy in einem Budapester Grandhotel eine vom nahen Untergang gezeichnete Welt kennenlernt, ist ein ebenso düsteres wie schillerndes Tableau des Ungarn der Zwischenkriegszeit.

 

Ungarn zwischen den Weltkriegen. Gerade ist Béla seiner Kindheit auf dem Dorf entronnen, wo er auf Stroh schlafen und für sein Essen arbeiten musste. Nun, mit vierzehn, zieht er zu seiner jungen, lebenshungrigen Mutter nach Budapest. Sein Entschluss ist gefasst: Er will die Armut hinter sich lassen und sie erobern, diese märchenhafte, andere Welt, die er nun als Liftboy in einem Grandhotel kennenlernt. Als eines Nachts die geheimnisvolle Gattin Seiner Exzellenz nach ihm klingelt, glaubt Béla seine Stunde gekommen.

 

»Ein opulenter, sprachlich überragender Roman. ›Verlockung‹ ist eine gelungene Hommage an die dekadenten 20er-Jahre.« Gala, Hamburg

 

»Ein Wunder ist dieses Buch – ein lichtes Erzählwunder, das bis zur letzten Seite zu fesseln weiß. Ein großes, farbiges Gesellschaftspanorama.« Alexander Leopold / die tageszeitung, Berlin

 

»Ein wirklich großer Roman, der alles vereint: erzählerische Kraft, Sozialgeschichte, Witz, Wut, Trauer, Liebe und Idealismus.« Angela Wittmann / Brigitte, Hamburg

 

»Purer Lesestoff zwischen Dickens, Balzac und Fallada.« Ellen Pomikalko / BuchMarkt, Meerbusch

 

diogenes, kartoniert, 992 Seiten,  € 14,00

Adams Erbe; Rosenfeld, Astrid

Adam Cohen ist 1938 achtzehn Jahre alt. Edward Cohen wird um das Jahr 2000 erwachsen. Zwei Generationen trennen sie - aber eine Geschichte vereint sie. Von der Macht der Familienbande und der Kraft von Wahlverwandtschaften erzählt dieser Roman und davon, dass es nur einer Begegnung bedarf, um unser Leben für immer zu verändern.

 

»Höchst amüsiert gleitet man durch ein Panoptikum der Geschichten versehrter Figuren. Geradezu perfide, sanft, aber gnadenlos spinnt Astrid Rosenfeld den Leser ein in diese allertraurigste Geschichte der Welt.« Elmar Krekeler / Die Welt kompakt, Berlin

 

»Astrid Rosenfeld erzählt zwei Lebensgeschichten voller großer Gefühle, die ebenso berühren wie aufrütteln. Ein Buch, das einen nicht mehr loslässt.« Katja Degenhart / Cosmopolitan, München

 

»Eine herzzerreißende, tragische Liebesgeschichte. Dass eine junge Autorin bei ihrem Debüt einen so schweren Stoff so souverän und überzeugend meistert, das ist außergewöhnlich und bewundernswert.« Johannes Kaiser / Deutschlandfunk, Köln

 

diogenes, kartoniert, 385 Seiten,  € 13,00

»Klassiker die man nicht vergessen sollte.«

 

Tod in den Wolken, Ein Fall für Poirot, Hercule Poirot;  Christie, Agatha

Agatha Christie begründete den modernen britischen Kriminalroman und avancierte im Laufe ihres Lebens zur bekanntesten Krimiautorin aller Zeiten. Ihre beliebten Helden Hercule Poirot und Miss Marple sind - auch durch die Verfilmungen - einem Millionenpublikum bekannt. 1971 wurde sie in den Adelsstand erhoben. Agatha Christie starb 1976 im Alter von 85 Jahren.

 

Auf dem Flug über den Ärmelkanal hat Hercule Poirot alle Zeit, seine zehn Mitreisenden und das Bordpersonal in Augenschein zu nehmen. Als aber die schwerreiche Marie Morisot vergiftet in ihrem Sitz aufgefunden wird, muss er seine kleinen grauen Zellen bemühen, um dem Mörder auf die Schliche zu kommen. Denn an Verdächtigen mangelt es nicht, und je näher der Flug seinem Ziel kommt, desto schneller läuft Poirot die Zeit davon.

 

Atlantik Verlag, kartoniert, 255 Seiten,  € 10,00

Jane Austen. Eine Entdeckungsreise durch ihre Welt; Holly Ivins

Warum Mr. Darcy noch immer Herzen im Sturm erobert. Haben Sie schon einmal von Mr. Darcy geträumt? Wären Sie nicht auch gern die Auserwählte, der ein Gentleman wie Mr. Knightley beim Contredanse sehnsüchtige Blicke zuwirft? Wie es im Herzen der Frauen aussieht, weiß keine Autorin so gut wie Jane Austen. Noch heute lieben und leiden viele Leserinnen mit den Schwestern Bennet und Dashwood, und die Welt der englischen Klassikerin fasziniert nicht weniger als vor 200 Jahren.

 

Holly Ivins gewährt uns Blicke hinter die Fassaden der prunkvollen Herrenhäuser und beschreibt mit großer Lust am Detail, wie man sich als Dame schicklich kleidete und wie ein Gentleman seiner Angebeteten formvollendet den Hof machte. Sie erzählt davon, was Mann durfte, Frau aber nicht, für die es sich vor allem nicht ziemte, Romane zu schreiben.

 

Lassen Sie sich entführen in den Alltag in der Regency-Zeit - Holly Ivins weiht Sie ein in die Geheimnisse von Jane Austen.

 

»Ein besonders amüsantes und informatives Brevier.« Welt der Frau (A), Susanne Schaber (01.06.2017)

 

»Das Buch ist enzyklopädisch aufgebaut, stellt Themen, Figuren und Konstellationen vor. All das auf eine sehr sympathische und heitere Weise.« BÜCHERmagazin, Heiko Kammerhoff (01.06.2017)

 

DVA, Gebunden, 240 Seiten,  € 14,99

Abbitte; McEwan, Ian

Die Abgründe und die Macht der Leidenschaft und der Phantasie: An einem heißen Tag im Sommer 1935 spielt die dreizehnjährige Briony Tallis Schicksal und verändert dadurch für immer das Leben dreier Menschen.

 

Am heißesten Tag im Sommer 1935 wird die dreizehnjährige Briony Tallis im Landhaus ihrer Familie Zeuge eines eigenartigen Geschehens. In der Schwüle des Tages sind alle wie verwandelt: Was treibt die ältere Schwester mit Robbie Turner am Brunnen, was in einer dunklen Ecke der Bibliothek? Und wie ist jenes Wort in dem Brief zu verstehen, den sie nicht öffnen sollte? Mit Briony geht die Phantasie durch. Noch am selben Abend ist das Leben aller Beteiligten für immer verändert… › Abbitte‹ ist ein Buch über Leidenschaft und die Macht des Unbewussten, über Reue und die Schwierigkeiten der Vergebung. Ein Meisterwerk, einfach hinreißend in seiner Beschreibung von Kindheit, Krieg und Liebe. In leuchtenden Bildern ersteht ein ganzes Universum: Weltliteratur.

 

»England 1935: das Drama eines Verrats, die wunderbare Geschichte einer jungen Liebe, ihr bitteres Ende im Krieg. Und dann noch ein Ende, rätselhaft, überraschend. Ein großer Roman.« Ulrich Greiner / Die Zeit, Hamburg

 

»Abbitte zeigt den Autor auf der Höhe seiner Kunst. Es ist, nebst vielem andern, ein großartiger Roman über das Geschäft des Schreibens, dessen Mechanismen und Wirkungen, und über die Verantwortung des Schriftstellers.« Pia Horlacher / NZZ am Sonntag, Zürich

 

»Eine makellose Sprache (auch in der Übersetzung), die raffinierte Konstruktion und das gewitzte Spiel mit literarischen Traditionen, so daß einem zum Schluß nur noch ein Wort einfällt: Weltliteratur. Kann man von einem Roman viel mehr erwarten?« Sven Boedecker / SonntagsZeitung, Zürich

 

»Ein Klassiker, ein vollendeter Roman, eine kleine Literaturgeschichte. Groß und ambitiös, es geht um Liebe und Krieg, Schuld und Sühne, Verantwortung und Schicksal und ganz zentral auch um die Magie in der Literatur.« Martin Ebel / Tages-Anzeiger, Zürich

diogenes, kartoniert, 544 Seiten,  € 13,00

Vintage; Grégoire Hervier

 

Einem jungen Gitarristen und Journalisten bietet sich der große Deal und die Story seines Lebens: eine Million, wenn er beweisen kann, dass die ›Gibson Moderne‹, die legendärste Gitarre aller Zeiten, tatsächlich existiert hat. Auf seiner Suche begegnet er besessenen Musikliebhabern, leidenschaftlichen Sammlern, zwielichtigen Gestalten und sagenumwobenen Instrumenten. Eine faszinierende Reise quer durch Amerika und die gol­denen Jahre von Blues und Rock. Ob Freak oder Liebhaber, ›Vintage‹ ist eine Geschichte, bei der in jedem eine Saite erklingt.

 

»Grégoire Hervier hat einen ebenso coolen wie komischen, musikalisch absolut bewanderten Superkrimi geschrieben. Let’s rock!« Philippe Blanchet / Rolling Stone

 

»Jimi Hendrix und Jimmy Page, der Gitarrist von Led Zeppelin, sollen die ›Gibson Moderne‹ heimlich bei zahlreichen Einspielungen verwendet haben. Ein verrücktes Gerücht, das zu einer der packendsten Neuerscheinungen inspiriert hat.« Yann Plougastel / Le Monde, Paris

 

»Ein Roman wie ein Rocksong: skurrile Situationen, jede Menge Anekdoten und Musik-Verrückte, ein paar Tote, virtuos und etwas abgedreht, mit gelungenem Ende.«  Amir Shaheen / Rocks – Das Magazin für Classic Rock, Köln

 

»Ein humorvolles Lesevergnügen des viel gelobten französischen Autors.«  Hörzu, Hamburg

 

»Ein hinreißender Roman.« Helmut Pusch / Südwest Presse, Ulm

 

diogenes, Gebunden, 400 Seiten,  € 20,99

Illegale Kriege, Daniele Ganser

 

Autorenportrait: Daniele Ganser, 1972 in Lugano geboren, ist Historiker, spezialisiert auf Zeitgeschichte nach 1945 und internationale Politik. Seine Forschungsschwerpunkte sind Friedensforschung, Geostrategie, verdeckte Kriegsführung, Ressourcenkämpfe und Wirtschaftspolitik. Er unterrichtet am Historischen Seminar der Universität Basel und forscht zum «Peak Oil», dem globalen Kampf ums Erdöl, und dem so genannten «Krieg gegen den Terrorismus».

 

»Wir, die Völker der Vereinten Nationen – fest entschlossen, künftige Geschlechter vor der Geißel des Krieges zu bewahren, die zweimal zu unseren Lebzeiten unsagbares Leid über die Menschheit gebracht hat –, haben beschlossen: Alle Mitglieder unterlassen in ihren internationalen Beziehungen jede gegen die territoriale Unversehrtheit oder die politische Unabhängigkeit eines Staates gerichtete oder sonst mit den Zielen der Vereinten Nationen unvereinbare Androhung oder Anwendung von Gewalt.« Charta der Vereinten Nationen,abgeschlossen in San Francisco am 26. Juni 1945

 

Mit der Gründung der UNO gilt ein weltweites Kriegsverbot. Nur in zwei Ausnahmen sind kriegerische Maßnahmen zugelassen (Selbstverteidigung oder Mandat des UNO-Sicherheitsrats). Die Realität ist jedoch eine ganz andere. Dieses Buch beschreibt, wie in Vergangenheit und Gegenwart illegale Kriege geführt werden. Es zeigt, wie die Regeln der UNO und vor allem das Kriegsverbot gezielt sabotiert wurden und welch unrühmliche Rolle hierbei die Länder der NATO spielen. Es ist ein Buch von beklemmender Aktualität

 

»Das Thema bewegt die Menschen. Und das Buch gibt einen einfachen und gut verständlichen Überblick über die Kriege in Syrien, Irak, Afghanistan, Libyen und einige andere.« Daniele Ganser im Interview mit raum&zeit

 

»Höchst erkenntnisreich« Neues Deutschland

 

»Pflichtlektüre« Zeit-Fragen

 

orell füssli, broschiert, 374 Seiten,  € 24,95

Hörst du, wie die Bäume sprechen? Eine kleine Entdeckungsreise durch den Wald; Peter Wohlleben

 

Autorenportrait: Peter Wohlleben, geboren 1964, studierte Forstwirtschaft und arbeitete 23 Jahre in der Landesforstverwaltung Rheinland-Pfalz. Er kündigte, gründete 2016 eine Waldakademie und bewirtschaftet einen ökologisch orientierten Forstbetrieb. Er ist Gast in zahlreichen TV-Sendungen und gibt sein Wissen in Büchern und Seminaren, aber auch durch ungewöhnliche Waldführungen weiter.

 

Den Wald erleben, staunen und Spaß haben mit Peter Wohlleben! Haben Bäume eine eigene Sprache? Müssen Baumkinder in die Schule gehen? Warum haben Waldtiere Angst vor Menschen? Peter Wohlleben beantwortet Fragen, die ungewöhnlich, originell und oft sehr lustig sind. Seine leicht verständlichen und fast immer überraschenden Antworten lassen Kinder das Leben im Wald mit ganz anderen Augen sehen. Der begnadete Erzähler schöpft dabei aus seiner jahrzehntelangen Erfahrung als Förster und Naturschützer und stützt sich darüber hinaus auf neueste wissenschaftliche Erkenntnisse.

Ein Plädoyer für mehr Achtsamkeit, Naturschutz und Nachhaltigkeit von Bestsellerautor Peter Wohlleben, bekannt aus Funk, TV und Printmedien.

 

Auszeichnungen:

11/2017 | Hörkulino (Longlist)

10/2017 | hr2-Hörbuch-Bestenliste

8/2017 | Wissenschaftsbuch des Jahres - Longlist (Öster. Bundesministerium)

 

orell füssli, broschiert, 374 Seiten,  € 24,95

Die wundersame Reise eines verlorenen Gegenstands; Salvatore Basile

Nur wer sich verliert, kann sich auch finden ...

Seit seine Mutter ihn als Kind verlassen hat, lebt der dreißigjährige Michele von der Außenwelt abgeschottet im Bahnhofshäuschen eines verschlafenen, idyllischen Dorfs in Italien. Seine einzige Gesellschaft sind die liegengebliebenen Gegenstände, die er im täglich ein- und ausfahrenden Zug einsammelt und in seinem Zuhause um sich schart. Doch dann begegnet ihm Elena, die sein Leben wie ein Wirbelwind auf den Kopf stellt und ihn aus seiner Einsamkeit reißt. Als er kurz darauf sein altes Tagebuch wiederfindet, das seine Mutter damals mitnahm, als sie aus seinem Leben verschwand, gibt dies den Anstoß für eine wundersame Reise quer durch Italien, die Micheles ganzes Leben verändern wird …

 

»Gemeinsam hoffen wir darauf, wiederzufinden, was jeder schon einmal verloren hat: Mut zur Veränderung und Größe, zu verzeihen, was die Vergangenheit uns unwiederbringlich genommen hat.« Ricarda Wendt / Buch-Magazin (02.04.2017)

 

 »Seine Bücher bedeuten das schönste Geschenk der Welt.« literaturmarkt.info (13.03.2017)

 

»Ein anrührendes Debüt über Schicksal, Mut und das, was wirklich zählt im Leben.«
Für Sie (13.03.2017)

 

»Wer 'Die wundersame Reise eines verlorenen Gegenstands' des Italieners Salvatore Basile liest, möchte direkt in den Zug steigen und die Welt entdecken.« freundin (22.03.2017)

 

Salvatore Basile; blanvalet, GB, 352 Seiten, 19,99 €

Der Vater, der vom Himmel fiel; J. Paul Henderson

 

Sieben Jahre haben die Bowman-Brüder Billy und Greg nicht miteinander gesprochen, als ihr Vater plötzlich stirbt und Greg, das einstige schwarze Schaf der Familie, zurückkommt. Was er vorfindet, ist ein bröckelndes Elternhaus, Onkel Frank, der mit 80 einen Banküberfall plant, und eine beunruhigende Erinnerung mit pinkfarbenen Haaren. Da braucht es – neben viel Phantasie – schon übersinnliche Hilfe, um den väterlichen Auftrag zu erfüllen: aus alldem wieder eine Familie zu machen.

 

 

»Absolut lesenswert!« Britta Helmbold / Ruhr Nachrichten, Dortmund

 

Rezension aus Literaturschock.de (Sagota):
 "Es gibt Bücher, die liest man mit einem Lächeln im Gesicht. DIESES ist definitiv so eines" (Auszug Klappentext)
Dem kann ich mich nur anschließen, habe ich schon lange kein solch' witziges, kurioses, sprachlich geniales und pointiertes Buch mehr gelesen! Der Stil des Autors, in die er diese herzzerreißende Geschichte und famose Buchidee fasst, ist urkomisch, stellenweise slapstickhaft und von einer unglaublichen Situationskomik und Virtualität, dass es einen als Leser vor Lachen fast aus den Puschen haut! (Ähnlichkeit mit neurotischen Familienangehörigen à la Woody Allan-Filme sind rein zufällig; nur noch besser ;)
Die facettenreichen Figuren wie Greg, Billy und Jean, Katy, Mrs. Turner, die 'christliche' Nachbarin, Syd, der beste Freund Lyles sowie besonders Onkel Fred, der eine Vorliebe für den Wilden Westen hat, sind mit feinem Humor und köstlich ironischem Unterton gezeichnet. Zudem wirken die Neurosen der Hauptprotagonisten wie 'voll aus dem Leben gegriffen' und machen sie umso sympathischer; mit Ausnahme von Jean vielleicht..

Fazit: Eine Romanidee, die wohl kaum noch gelungener hätte umgesetzt werden können, an Humor und der Köstlichkeit ungeahnter Lesefreuden ist er kaum zu überbieten! Die ironische und virtuose Sprachfreudigkeit des Autors hat mich wirklich umgehauen und ich danke ihm für Lesestunden, die an Humor wie auch Tiefgang kaum zu übertreffen sind und dem Leser verdeutlichen, dass er womöglich nicht alleine damit ist, "verhaltensoriginelle Verwandte" in der Familie zu haben, die dennoch liebenswert sind ;)
Ein literarisch und stilistisch "vom Feinsten" gelungener Roman und eine unvermutete "Wiederkehr aus dem Jenseits" - allerdings mit Deadline von20 Tagen ;) - mit der Erkenntnis, dass es sich lohnt und das Leben einer jeden Familie bereichert, offen und ehrlich miteinander umzugehen und das am besten noch zu Lebzeiten!
Von mir für diesen literarischen Glücksgriff 5 Sterne (die hier locker verdoppelt werden könnten ;) und ein thank you, Mr. Henderson - I hope to hear from you soon! sowie an den Diogenes-Verlag für die Veröffentlichung dieses wundervollen Romans!

 

Diogenes, Hardcover Leinen, 352 Seiten, 16,99€

Diese Fremdheit in mir; Orhan Pamuk

Der Nobelpreisträger Orhan Pamuk erzählt in „Diese Fremdheit in mir“ vom schillernden Leben eines Straßenverkäufers, als Istanbul sich in eine moderne Metropole verwandelt.

 

Autorenportrait: Orhan Pamuk, 1952 in Istanbul geboren, studierte Architektur und Journalismus. Für seine Werke erhielt er u. a. 2003 den Impac-Preis, 2005 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und 2006 den Nobelpreis für Literatur.

 

Kann man die falsche Frau heiraten und trotzdem die große Liebe finden? Mevlut ist Straßenverkäufer in Istanbul, als er sich Ende der 60er Jahre auf der Hochzeit seines Cousins in die jüngere Schwester der Braut verliebt. Drei Jahre lang schreibt er ihr Liebesbriefe nach Anatolien. Doch dann schickt man ihm die ältere Schwester. Pflichtbewusst heiratet Mevlut Rayiha, und ausgerechnet ein Jugendfreund nimmt seine Angebetete zur Frau. Die beiden Familien leben drei Jahrzehnte in enger Verbundenheit, doch dann nimmt ihr Schicksal eine dramatische Wende. Istanbul aus der Sicht kleiner Leute: Ein großartiger Schelmenroman und ein Familienepos – vor allem aber erzählt der Nobelpreisträger Pamuk eine erstaunliche Liebesgeschichte

 

Fischer, Taschenbuch, 592 Seiten,  € 12,00 € EVT

 

» Pamuks Roman ist alles zugleich: präzise recherchierte Migrations- und Stadtgeschichte, ausufernder Familienroman über vier Generationen und Entwicklungsgeschichte eines glücklichen Träumers und Versagers namens Mevlut. «  Sigrid Löffler, Deutschlandradio Kultur, 21.04.16

 

» Die Wirkkraft des Wortes spielt in diesem Roman eine ganz große Rolle. ... Ein vielstimmiges Mosaik über den Modernisierungsprozess in der Türkei und in Istanbul. ... Die Ruhe, mit der erzählt wird, hat mir sehr gefallen. «  Meike Feßmann, Deutschlandfunk Büchermarkt, 11.04.16

 

» Mit einem Wort, er hat vieles an der gegenwärtigen Türkei verständlicher gemacht. «  Die Presse, 09.04.16

 

» Es ist schon grandios, was Pamuk alles zusammengetragen hat in seinem neuen Roman. Wie sich Istanbul im Verlauf der Lektüre dieser über 44 Jahre sich erstreckenden Geschichte verändert und vergrößert; wie man mit Pamuks unheroischem Helden Mevlut Karatas nach vorn lebt und nach hinten versteht. ... Bei Pamuk geht es darum, wie wir essen, ins Kino gehen, uns in Städten bewegen, wie wir lieben, einander bekriegen und heiraten. Und bei bestimmten Szenen überträgt sich ein so schönes Gefühl auf den Leser, dass er das Buch sofort zuklappen möchte, um das Wohlbehagen ganz auszukosten, damit es nie endet. Vielleicht vergisst man ja genau die Bücher nicht, die von so vielem handeln, dass man gar nicht mehr weiß, wovon im Einzelnen.«  Finn Canonica, Das Magazin, 09.04.16

 

» Dieses Buch bietet das erhellende, das detailliert ausgemalte Panorama nicht allein von Pamuks Vaterstadt Istanbul, sondern auch der türkischen Geschichte von den späten sechziger Jahren bis in die Gegenwart. ... Dieses Buch ist eine traurige und amüsante, eine bewegende und kritische Liebeserklärung an diese fantastische Stadt Istanbul. Wer die Türkei verstehen will, sollte es lesen. «  Ulrich Greiner, Die Zeit, 23.03.16

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