Buchhandlung

Sie möchten in angenehmer Wohnatmosphäre in unserer Buchhandlung Schilleria in Marbach stöbern und sich mit Ihrem Buch hinsetzen und in Ruhe die ersten Zeilen lesen?

 

Wir bieten Ihnen in einem schönen Ambiente den Raum und die Zeit entspannt in unserer Buchhandlung Schilleria zu verweilen.

 

Wir verfügen über langjährige Erfahrung im Buchhandel, geben Ihnen gern eine Literaturempfehlung und beraten Sie kompetent von A-Z über Bestseller, Belletristik, Comics, Fantasy, Kinder- und Jugendbücher, Krimis, Lernhilfen, Ratgeber, Reiseführer, Sach- und Fachliteratur für Hobby und Beruf, Science-Fiction, Thriller, Hörbücher und vieles mehr wie z.B. Gesellschaftsspiele, Kalender und Puzzle.

 

Informieren Sie sich näher zu unserem Leistungsspektrum, indem Sie Kontakt mit uns aufnehmen. Unsere Mitarbeiter helfen Ihnen gerne weiter.

 

Unsere Buchhandlung hat Zugriff auf rund 500.000 Artikel.

 

Sollten wir einen gewünschten Buchtitel nicht vorrätig haben, beschaffen wir Ihren gewünschten und lieferbaren Buchtitel gern kurzfristig für Sie, d.h. schon am nächsten Werktag ab 9.00 Uhr (außer Montags) erhalten Sie in unserer Buchhandlung Schilleria Ihr Buch

 

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Buchempfehlungen

Die Freiheit ist möglich - Über Verantwortung, Lebenssinn und Glück in unserer Zeit;
Florescu, Catalin Dorian

 

Wir leben in einer hysterischen Zeit, die zwar materiellen Wohlstand und unablässige Kommunikation gewährleistet, das Individuum aber mit seinen Gefühlen der Vereinzelung allein lässt. Doch nach dem Scheitern der großen politischen Utopien sehnen wir uns umso mehr nach Glück, Verbundenheit und Nähe, sind aber in einem fragmentierten, beschleunigten Alltag gefangen.

 

Dagegen setzt der humanistische Psychologe und Schriftsteller Catalin Dorian Florescu das Bild eines ruhigen, kreativen, beziehungsfähigen Menschen. In der selbstbestimmten Konzentration auf das eigene Ich vermag das Individuum die Aufmerksamkeitskrise unserer Zeit zu überwinden und sinnvolle Beziehungen zum Anderen und zur Welt aufbauen.

 

Warum akzeptieren wir, dass wir die Welt, die uns die Werbung als Ziel vor Augen setzt, in der Roger Federer lässig seinen Kaffee schlürft und uns die Geissens die Welt erklären, nie erreichen werden, dass wir uns allerhöchstens den Billigurlaub an einem Strand in der Türkei leisten können. Von Genuss keine Spur, denn die permanente Angst vor dem Verlust der eigenen Sicherheit, der Arbeit oder Gesundheit lähmt uns viel zu sehr. Warum grassieren Depressionen, Burnouts und Selbsttötungen in einer Gesellschaft, die doch so perfekt ist? Warum liefern wir uns bei Erklärungen der Welt dem Einfachen und Polaren aus, statt zu akzeptieren, dass es schwierig ist, dass es Bewegung, Handeln, Erwachen braucht, um den tatsächlichen Problemen der modernen Gesellschaft entgegenzutreten?

 

Catalin Dorian Florescu stellt die Fragen, die es braucht. Er stellt sie mutig und genau. Er reisst die Kulissen herunter, die uns die Sicht verstellen, geht mit seinen Fragen so nahe ran, dass es zuweilen weh tut, wenn diese einem zur Reflexion zwingen. „Die Freiheit ist möglich“ liest sich leicht, provoziert und verliert sich nicht in wissenschaftlichen, philosophischen oder gesellschaftlichen Erklärungen. Florescu hat es nicht nötig, seine Glaubwürdigkeit zu demonstrieren, denn was er schreibt, ist erlebt.

 

»Tatsächlich, das gibt es noch: Bücher, die einen weiten gedanklichen Anlauf nehmen und uns Leserinnen und Leser mitnehmen auf eine Reise durch die Problemzonen unserer Welt. « Sigfried Schibli, BASLER ZEITUNG

 

»Florescu verzeichnet in diesem Essay eine zunehmende Fremdbestimmung des Menschen im spätkapitalistischen Zeitalter, forciert durch technologischen Fortschritt, der uns alle fest im Griff hat. Antworten auf die diagnostizierte Aufmerksamkeitskrise sucht der Autor unter anderem in der humanistischen Psychologie. Die Wiederherstellung eines kohärenten Menschenbildes wäre auch durch ein Umdenken in der Bildungspolitik möglich. « Sophie Weiland, LESART

 

»In diesem aufrüttelnden Text lernen wir ihn als engagierten, kritischen Analytiker gesellschaftlicher Zustände kennen und erfahren, worauf es ihm auch in seiner Literatur ankommt: auf wahre Menschlichkeit. «  Tomas Gärtner, DRESDNER NEUESTE NACHRICHTEN

 

»Catalin Dorian Florescu stellt die Fragen, die es braucht. Er stellt sie mutig und genau. « Gallus Frei, LITERATURBLATT.CH

 

Residenz Verlag, PB, 144 Seiten; 18,00€

Mein Land, unsere Erde; Autobiografie
Salgado, Sebastião

 

Der brasilianisch-französische Starfotograf Sebastião Salgado wird weltweit gefeiert für seine eindringlichen Fotoreportagen, ausschließlich in Schwarz-weiß. Seine sozialdokumentarischen Bilder, für die er seit Jahrzehnten um den Globus reist, halten uns den Spiegel vor und zeigen uns zugleich die Welt als Schöpfung von überwältigender Schönheit. Salgado schärft damit unser Bewusstsein für ihre Kostbarkeit: Seine Bilder zeugen von der Würde des Menschen ebenso wie von der Majestät und der Verletzlichkeit unseres Planeten. Als Künstler und Aktivist kämpft er so mit seiner Kamera für Umwelt- und Artenschutz.

Im Oktober 2019 wird Salgado mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet. Sebastião Salgado, heute einer der berühmtesten Fotografen der Welt, wuchs in den 1950er Jahren auf einer brasilianischen Farm auf. Nach seinem Studium in São Paulo und Paris hatte er eine Karriere als Ökonom vor sich - entschied sich jedoch für die Kunst. In Mein Land, unsere Erde erzählt der Fotograf die Geschichten hinter seinen berühmtesten Reportagen. Salgado gewährt Einblick in seine Überzeugungen und seine Entwicklung - als Fotograf, als Künstler, als Aktivist und als Mensch - ein beeindruckendes Selbstporträt des legendären Mannes hinter der Kamera.

 

NAGEL & KIMCHE, 2019, GB, 192 Seiten, 22,00€

GESCHENKTIPP

 

Genesis; Salgado, Sebastião

 

"In GENESIS sprach die Natur durch meine Kamera zu mir. Und ich durfte zuhören." -Sebastião Salgado.

 

Salgado ist ein Großmeister der Schwarz-Weiß-Fotografie. Die Schattierungen und Grauabstufungen in seinen Werken, seine Hell-Dunkel-Kontraste erinnern an alte Meister wie Rembrandt und Georges de La Tour.

 

Aufgewachsen auf einer Farm in Brasilien, empfand Salgado von Kind an eine tiefe Verbundenheit mit der Natur. Zugleich entwickelte er aber auch einen wachen Blick für die prekären sozioökonomischen Verhältnisse, unter denen viele Menschen ihr Leben fristen müssen.

 

Sein neues Werk, GENESIS, hat sich ein Ziel gesetzt, dem auch das von Sebastião und Lélia Salgado begründete Instituto Terra verpflichtet ist: unser Bewusstsein dafür zu schärfen, wie kostbar die letzten unberührten Winkel unserer Welt sind - für uns selbst wie für zukünftige Generationen. Und was eignete sich dafür besser, als uns die Schönheit dieser Welt vor Augen zu führen? GENESIS, das Ergebnis von acht Jahren intensiver Reisetätigkeit, zeigt uns nun diese letzten Naturräume - Wüsten, Meere, Urwälder -, die dem Zugriff unserer modernen Zivilisation noch entgangen sind, und die Menschen und Tiere, die in ihnen leben. "Rund 46 % des Planeten sind noch immer in dem Zustand, in dem er sich bei seiner Entstehung befunden hat", erinnert Salgado. "Wir müssen das Bestehende bewahren."

 

Salgado hat mehr als 30 Reisen unternommen, in kleinen Propellermaschinen, zu Fuß, mit dem Schiff, im Kanu und sogar im Fesselballon, und dabei klimatischen Extremen und lebensbedrohlichen Situationen getrotzt, um Bilder zu sammeln, die uns Natur, Tierwelt und eingeborene Völker in atemberaubender Pracht vor Augen führen. GENESIS entführt uns in die archaische Vulkanlandschaft der Galapagosinseln, zeigt uns die Seelöwen, Kormorane, Pinguine und Wale in der Antarktis und im Südatlantik, die Alligatoren und Jaguare des brasilianischen Urwalds und das Großwild Afrikas. Wir begegnen dem isoliert lebenden Volk der Zo'é im Dschungel Brasiliens, den Korowai in West-Papua, dem Nomadenvolk der Dinka im Sudan, den Nenzen mit ihren Rentierherden am Polarkreis und den Bewohnern der Mentawaiinseln westlich von Sumatra. Mit Salgado stehen wir vor den Eisbergen der Antarktis, den Vulkanen Zentralafrikas und der Kamtschatka-Halbinsel, an den Flussläufen des Negro und Juruá im Amazonasgebiet, vor den Schluchten des Grand Canyon und den Gletschern Alaskas. All die Zeit, Energie und Leidenschaft, die in die Entstehung dieses Werkes geflossen sind, machen GENESIS zu Sebastião Salgados "Liebeserklärung an unseren Planeten".Anders als die Collector's Edition, die als großformatiges Portfolio ohne strenge thematische Gliederung erscheint, präsentiert dieses Buch eine abweichende Auswahl an Bildern, geografisch geordnet in fünf Kapiteln: Im Süden des Planeten, Zufluchtsorte, Afrika, Nördliche Weiten, Amazonien und Pantanal.

 

Taschen GmbH, GB, 521 Seiten, Gewicht 3931g, 60,00€

Ausgebrannt; Andreas Eschbach

 

Die Menschheit vor ihrer größten Herausforderung: Das Ende des Erdölzeitalters steht bevor!

 

Stellen Sie sich vor, der Liter Super­benzin würde über 4 Euro kosten.

 

Ein Alptraum? Ja. Bloß wäre es erst der Anfang.

Als in Saudi-Arabien das größte Ölfeld der Welt versiegt, kommt es weltweit zu Unruhen. Bahnt sich tatsächlich das Ende unserer Zivilisation an? Denn das Ölzeitalter wird nicht erst mit dem letzten Barrel enden. Es endet, sobald mehr verbraucht wird, als gefördert werden kann. Und dieser Moment ist näher, als die meisten ahnen. Das Problem: Niemand hat einen Plan für die Zeit danach. Auch Markus Westermann weiß von all dem nichts, als er es endlich in die USA geschafft hat und mit seiner Karriere voll durchstarten will. Als er Karl Walter Block kennen lernt, sieht er seine Chance gekommen. Der alte Öltechniker behauptet, dass in den Tiefen der Erde noch genug Öl für die nächsten tausend Jahre schlummert und dass nur er die Methode kennt, wie man es findet. Viel Öl. Doch der Schein trügt. Er braucht nur noch einen kompetenten Geschäftspartner. Jemanden wie Markus Westermann.

 

Packend erzählt Bestseller-Autor Andreas Eschbach in seinem Thriller Ausgebrannt eine Geschichte, in der die globalisierte Welt an ihrer Ressourcenknappheit zu scheitern droht.

 

Bastei Lübbe, Taschenbuch, 750 Seiten,  11,00€

Qualityland ; Marc-Uwe Kling

Willkommen in QualityLand, in einer nicht allzu fernen Zukunft: Alles läuft rund - Arbeit, Freizeit und Beziehungen sind von Algorithmen optimiert. Trotzdem beschleicht den Maschinenverschrotter Peter Arbeitsloser immer mehr das Gefühl, dass mit seinem Leben etwas nicht stimmt. Wenn das System wirklich so perfekt ist, warum gibt es dann Drohnen, die an Flugangst leiden, oder Kampfroboter mit posttraumatischer Belastungsstörung? Warum werden die Maschinen immer menschlicher, aber die Menschen immer maschineller? Marc-Uwe Kling hat die Verheißungen und das Unbehagen der digitalen Gegenwart zu einer verblüffenden Zukunftssatire verdichtet, die lange nachwirkt. Visionär, hintergründig – und so komisch wie die Känguru-Trilogie.

 

»Zum Brüllen komisch, wenn nicht so viel Wahrheit dahinterstecken würde. Aber wie schon O.J. Bierbaum gesagt hat: „Humor ist wenn man trotzdem lacht."
 Dieses Buch hat mich so richtig fertig gemacht. Einerseits habe ich mich buchstäblich weggeschmissen vor Lachen, andererseits hat es mir gegraust angesichts der Zukunft die da auf uns mit Riesenschritten zukommt. Teilweise leben wir ja auch schon in Quality Land. Aber Kling schafft hier ein eigenes völlig in sich geschlossenes und logisches Universum. Allein schon die Namensgebung: Der Beruf des Vaters wird zum Nachnamen des Sohnes und der Beruf der Mutter wird der Tochter als Nachname eingetragen. Kein Problem wenn der Vater Ingenieur, Direktor, oder Architekt ist, oder die Mutter Ärztin, Lehrerin, Sachbearbeiterin ist. Aber wenn die Mutter auf den Strich geht? Oder der Vater im Gefängnis sitzt? Was passiert, wenn ein Versandhaus mittels Algorithmen ermittelt was ein Mensch braucht, und es ihm die Ware zusendet, noch bevor der Mensch weiß, dass er das Ding benötigen könnte? In der Zukunft sind alle Menschen gleich. Ein sehr effizientes Punktesystem definiert ihren Wert. Wo, in welchen Restaurants sie essen können, welche selbstfahrenden Autos sie benutzen dürfen, ja sogar ihre Partner werden ihnen gemäß diesen Punkten zugeteilt. In der Zukunft dürfen Androiden für das Präsidentenamt kandidieren. Wieso? Nun, sie sind unbestechlich, können im Bruchteil einer Sekunde entscheiden welchen Algorithmus sie einsetzen, können parallel Audienzen gewähren und regieren. Und benötigen weniger Personal und bürokratischen Aufwand. «
 Rezension von Kleine Hexe

 

»Kling erzählt formal bestechend und einfallsreich. Der aufregendste politische Roman, den ich seit langem gelesen habe.«  ARD Druckfrisch

 

»Eine Gesellschaftssatire zum Totlachen, für alle, die noch nicht tot sind. «  Die Zeit, Elisabeth von Thadden

 

»Eine federleichte Komödie mit bösem Witz und originellen Bildern.«  FAZ, Sandra Kegel

 

Ullstein, KT, 384 Seiten,  11,00€

Man muss auch mal loslassen können; Monika Bittl

 

Autorenportrait: Monika Bittl, 1963 in einem kleinen Dorf im Altmühltal geboren und dort aufgewachsen, hat Germanistik und Psychologie studiert und lange als Journalistin gearbeitet. Seit 1992 ist sie freie Autorin und schreibt neben ihren Romanen auch erfolgreich Sachbücher. "Ich hatte mich jünger in Erinnerung" stand wochenlang auf Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste. Monika Bittl lebt mit ihrer Familie in München.

 

Ein humorvoller Roman - für Frau und Mann -, der den Weg aus der Lebenskrise beschreibt und den Wert von Freundschaft und Gemeinschaft feiert.

 

Spiegel-Bestsellerautorin Monika Bittl begeistert nach ihren beiden großen Bestsellern "Ich hatte mich jünger in Erinnerung" und "Ich will so bleiben, wie ich war" mit einem heiteren Roman über drei höchst unterschiedliche Frauen am Tiefpunkt ihres Lebens und ihren Weg aus der Lebenskrise, über die Kraft der Gemeinsamkeit, das Suchen und Finden der Liebe und die irrwitzige Schönheit des Lebens!

 

Stress im Beruf, Existenzängste, Liebeskummer, schwere Krankheit, finanzieller Ruin - die Anforderungen, die das Leben beständig an Jessy, Charlotte und Wilma stellt, die Sorgen und Nöte im Alltag - es ist einfach zu viel. Es fehlt kein Tropfen mehr, der das Fass zum überlaufen bringt, das Fass ist schon längst leer. Die Lebenskrise perfekt. Und jetzt ist Schluss. Denn nun sind die drei Frauen fest entschlossen, ihrem Leben ein Ende zu setzen. Felsenfest. Wirklich! Nur irgendwie geht dabei ständig etwas schief. Als sie eines Abends beschließen, von einer Brücke zu springen, stellen sie einhellig fest, dass es da viel zu tief runter geht …

 

Folgerichtig wird die nächste Tankstelle geentert, um sich erst mal ordentlich Mut anzutrinken. Dabei gerät das trotzige Trio mitten in einen dilettantischen Raubüberfall. Ein Wink des Schicksals? Kurz entschlossen bieten die Frauen sich den beiden Möchtegern-Gangstern als Geiseln an, und so nimmt eine höchst vergnügliche Reise zurück ins Leben ihren Lauf, bei der diese fünf liebenswerten Menschen lernen, dem Leben die Stirn zu bieten, Liebe zuzulassen und achtsamer mit sich, dem Leben und den Mitmenschen umzugehen: Gemeinsam sind wir stark! Das Leben ist schön!

 

Knaur, PB, 272 Seiten, 12,90€

Tyll; Daniel Kehlmann

 

Sprachgewaltig, modern, mitreißend: Der Spiegelbestseller über eine legendäre historische Figur und eine aus den Fugen geratene Welt vom international gefeierten Daniel Kehlmann. Tyll Ulenspiegel - Vagant, Schausteller und Provokateur - wird zu Beginn des 17. Jahrhunderts als Müllerssohn geboren. Sein Vater, ein Magier und Welterforscher, gerät mit der Kirche in Konflikt. Tyll muss fliehen, die Bäckerstochter Nele begleitet ihn. Auf seinen Wegen durch das von den Religionskriegen verheerte Land begegnen sie vielen kleinen Leuten und einigen der sogenannten Großen. Ihre Schicksale verbinden sich zu einem Zeitgewebe, zum Epos vom Dreißigjährigen Krieg. Und mittendrin Tyll, jener rätselhafte Gaukler, der eines Tages beschlossen hat, niemals zu sterben.

 

»Tyll ist das beste Buch, das Daniel Kehlmann bislang geschrieben hat (...). Ja, es ist wieder ein Geschichtsbuch, wie 2005 Die Vermessung der Welt, der meistverkaufte deutsche Roman seit Patrick Süskinds Parfum, das Buch, mit dem Kehlmann zum Weltstar der deutschen Literatur wurde. Aber anders als die hyperionisch erzählte Geschichte der deutschen Weltvermesser (…) ist das neue Werk ein – ja – zu Herzen gehendes, lebensvolles, wundervoll undistanziert geschriebenes, brutales, modernes, romantisches deutsches Epos. (…) Tyll ist Daniel Kehlmanns Sieg über die Geschichte, sein historischer Triumph. « Der Spiegel

 

»Und jetzt darf ich einen echten Triumph der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur anzeigen. Sprachtrunken, bildersatt und verzaubert habe ich den neuen Roman von Daniel Kehlmann zugeklappt: So ein Wunderbuch begegnet einem nicht jedes Jahr! Eindrücklich wie nie gelingt es Kehlmann, rund um den aus dem Spätmittelalter in die Zeit des Dreißigjährigen Krieges verpflanzten Tyll Ulenspiegel einen Mummenschanz um Macht, Machtmissbrauch und den Hochseiltanz unserer Existenz zu inszenieren, der es in sich hat. Hinreißend! «  ARD Druckfrisch

 

Rowohlt, Taschenbuch, 480 Seiten, 12,00€

Würde Was uns stark macht - als Einzelne und als Gesellschaft; Gerald Hüther

 

Wir alle wollen in Würde sterben, aber sollten wir nicht erst einmal in Würde leben?

 

Autorenportrait: Gerald Hüther, geboren 1951, zählt zu den bekanntesten Hirnforschern in Deutschland. Der Vorstand der Akademie für Potentialentfaltung schreibt Sachbücher, hält Vorträge, berät Politiker und Unternehmer und ist häufiger Gesprächsgast in Rundfunk und Fernsehen. Er versteht sich als Brückenbauer zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen und gesellschaftlicher bzw. individueller Lebenspraxis mit dem Ziel, günstige Voraussetzungen für die Entfaltung der menschlichen Potentiale zu schaffen. Für „Würde“ arbeitete Gerald Hüther wie auch bei dem Bestseller „Jedes Kind ist hoch begabt“ mit dem „Stern“-Autor Uli Hauser zusammen.
 

Würde ist ein großer Begriff. Gleich in Artikel 1 des Grundgesetzes heißt es: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Doch was genau ist Würde? Was bedeutet es, wenn uns unsere Würde genommen wird, weil wir etwa in der digitalen Welt nur noch als Datensatz zählen oder im Netz geschmäht werden? Wenn wir uns selbst würdelos verhalten oder andere entwürdigen?

 

Der Hirnforscher Gerald Hüther zeigt in seinem neuen Buch, dass Würde nicht allein ein ethisch-philosophisch begründetes Menschenrecht ist, sondern ein neurobiologisch fundierter innerer Kompass, der uns in die Lage versetzt, uns in der Vielfalt der äußeren Anforderungen und Zwänge in der hochkomplexen Welt nicht zu verlieren. Umso wichtiger ist es, dass wir lernen, die Wahrnehmung der eigenen Würde zu stärken. Denn: Wer sich seiner Würde bewusst ist, ist nicht verführbar.

 

Eine der drängendsten Aufgaben unserer Gesellschaft ist Integration. Doch kein Thema polarisiert stärker. Staat und Gesellschaft stehen dieser Aufgabe bisher planlos gegenüber, es mangelt an konkreten Konzepten, einer unvoreingenommenen, sachlichen Debatte und langfristigen Plänen.

 

»Dies ist kein Wirtschaftsbuch, aber es ist in höchstem Maße relevant für Manager: ‚Würde‘ von Gerald Hüther ist eines der besten Sachbücher dieses Frühjahrs.« Handelsblatt.com (16.03.2018)

 

»Klug und aufschlussreich.« Dresdner Morgenpost (18.03.2018) Andreas Main, Deutschlandfunk, 20.08.2018

 

Pantheon, Taschenbuch, 192 Seiten, 14,00€

64; Hideo Yokoyama

 

Im Januar 1989 wird in Tokio ein siebenjähriges Mädchen entführt. Fünf lange Tage versuchen die verzweifelten Eltern alles, um die Forderungen des Entführers zu erfüllen. Doch alle Bemühungen sind vergebens. Der Entführer entkommt unerkannt mit dem Lösegeld, kurz darauf wird die Leiche des Mädchens gefunden. Die Ermittlungen der Polizei laufen ins Leere. Der Fall geht unter dem Aktenzeichen 64 als ungelöstes Drama in die Kriminalgeschichte Japans ein. Vierzehn Jahre später verschwindet die Tochter von Yoshinobu Mikami, dem Pressesprecher eines kleinen Polizeireviers. Mikami, selbst Gefangener eines übermächtigen Verwaltungsapparats, stößt kurz darauf auf ein geheimes Memo zu Fall 64. Getrieben von einer dunklen Ahnung beginnt er, auf eigene Faust zu ermitteln - und öffnet eine Tür, die besser für immer verschlossen geblieben wäre.

 

Bei Hideo Yokoyamas unlängst auf Deutsch erschienenem Roman 64 – etwas unglücklich als „Thriller“ bezeichnet – beginnt dieses Fremdartige bereits im Titel. 64 bezeichnet nämlich nach der traditionellen japanischen Zeitrechnung das 64. Jahr der Shōwa-Zeit. Diese auch im modernen Japan durchaus noch präsente Art der Jahreszählung richtet sich nach einer bestimmten Ära. Wurde diese in der Zeit vor 1868 recht willkürlich von den japanischen Kaisern bestimmt, beginnt eine neue Ära seitdem immer mit dem Amtsantritt eines neuen Kaisers und endet mit seinem Tod. Die Shōwa-Zeit bezieht sich auf die Regierungszeit des Tennō Hirohito von 1926 bis 1989. Shōwa 64 bezeichnet das letzte Jahr dieser Ära, einer Ära der großen Umbrüche für Japan: die Blütezeit des japanischen Imperialismus, aber auch sein radikaler Untergang mit der Niederlage und Kapitulation im Zweiten Weltkrieg, die Zeit der Katastrophen von Hiroshima und Nagasaki, aber auch die des rasenden Aufstiegs zur Wirtschaftsmacht. Shōwa 64 war ein Jahr, das lediglich eine Woche dauerte, denn am 7. Januar 1989 verstarb der Tennō. Eine Epoche ging zu Ende.

 

Was diesen kühl und klar erzählten Kriminal- und Gesellschaftsroman dann doch deutlich von anderen abhebt, ist die Intensität der Eindrücke, die er dem Leser vermittelt, meint Staude: So nah werde dieser herangeführt an eine "bestürzend fremde" Welt und Gesellschaft, wie es selten ist in der Literatur, lobt sie nachhaltig beeindruckt.

 

Atrium, Taschenbuch, 764 Seiten, 14,00€

Die Menschheit schafft sich ab - Die Erde im Griff des Anthropozän; Lesch, Harald/Kamphausen, Klaus

 

Treffen sich zwei Planeten.
Der Eine: Oh, du siehst aber schlecht aus.
Der Andere: Ich habe Menschen!
Der Eine: Das geht vorbei.

 

Autorenportrait: Harald Lesch, geboren 1960 in Gießen, ist Professor für theoretische Astrophysik an der Universität München und lehrt Naturphilosophie an der Hochschule für Philosophie SJ. Er ist Autor zahlreicher Bestseller und moderiert im ZDF die Sendung „Leschs Kosmos“. Für seine Wissensvermittlung wurde er vielfach ausgezeichnet, unter anderem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Deutschen Physikalischen Gesellschaft.

 

Seit 4,5 Milliarden Jahren zieht die Erde ihre Bahn um die Sonne. Das Leben gesellte sich später dazu und seit rund 160.000 Jahren der aufrecht gehende Homo sapiens, der Mensch. Mit Ackerbau und Viehzucht, Rodungen und Bewässerung griff er rund um den Globus in die Natur ein vermehrte sich und besiedelte selbst entlegenste Gegenden.

Die Lebensbedingungen auf der Erde verändern sich. Viele Arten sterben aus - und auch der Lebensraum des Menschen ist zunehmend in Gefahr. Immer tiefere Spuren hinterlässt das Anthropozän, das Menschenzeitalter, in den letzten 2000 Jahren. Wissenschaft und Technik nehmen seit der Industrialisierung die Erde in den Griff. Sei es die Ausbeutung der Bodenschätze, Luft- und Wasserverschmutzung, die Klimaveränderung und Erderwärmung, Kernspaltung oder die Verschwendungssucht der Wohlstandgesellschaft – wir beuten unseren Planeten aus wie nie zuvor in der Geschichte der Menschheit. Energiehunger und globaler Konsum treiben einen zerstörerischen Kreislauf an.

Harald Lesch, Astrophysiker und Philosoph, ist aus den Weiten des Weltalls zurück. Es geht ihm jetzt um die Erde, die Heimat des Menschen, der in einer bisher nie gekannten Hybris den Ast, auf dem er sitzt, absägt.

 

» Alamierende Bestandsaufnahme" Taschenbuch Magazin, 13.02.2018

 

Droemer Knauer, kartoniert, 528 Seiten, 14,99€

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Schilleria. Literatur & Wohnen
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